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Special Issue: Motorcycle--Beschleunigung und Rebellion? |
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Retro trifft Ratte oder: Das
Vespa-Erbe in den Händen der Young People
Klaus Neumann-Braun
Street Culture 2day: Young Lad, Rat Scooter- und
Vintage-Schrauber
Cityscooter sind Teil des
Lad Sets, das den Young Urban in den heutigen Städten überhaupt nur überleben lässt:
Selbst im größten Verkehrsgewühl findet der Young Lad seinen Weg und lässt sich
weder von Stau noch von Parkplatznot aufhalten. Er fährt eine Vespa, deren aktueller
Motor den klangvollen Namen Low Emission Advanced Engine Range –
offizielles Kürzel: L.E.Ad.E.R. – trägt. Ganz anders die Schrauber, die
sich an den Best Rat (Bike and Low Rider) Scooter Competitions vergnügen: Sie
folgen dem Motto: zurück zum bloß Notwendigen. Sie bauen ihre
Maschinen zu abenteuerlichen Phantasiegebilden um, die einen manches Mal an
eine Kreuzung von Militärgerät und Cyberspace-Vehikel à la „Mad Max“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Mad_Max)
denken lassen. Diese nahezu ungerahmte und geradezu unstillbare Umbaulust
teilen die Vintage-Schrauber sicherlich nicht – im Gegenteil: Sie
verschreiben sich ganz dem Wiederaufbau und Erhalt ihrer alten
Original-Scooter. Old- und Youngtimer werden würdig gepflegt und – je
nach Interesse – von
entsprechender neu aufgelegter Vintage-Mode stilvoll gerahmt: Adidas hat unlängst
in Japan eine neue Modelinie aufgelegt, die in Kooperation mit Vespa vermarktet
wird. Und die neue Kollektion von Liam Gallagher (Oasis) lehnt sich deutlich
erkennbar an der Scooter-(Film-)Welt von Quadrophenia an. Es ist
offensichtlich: Die Scooter sind Kult und fahren weiter vorne mit.
Die Geburt des Vespa-Kults
Begonnen hat der Aufstieg
der Vespa (zu Deutsch: Wespe) im Europa der Nachkriegszeit. Die italienischen
Piaggio Air-Werke in Pisa und Pontedera waren 1945 stark zerstört. Der
Neuanfang sollte mit einem neuen Produkt, dem Motorroller, gelingen: ein
Zweirad als leichtes Fahrzeug für alle. Zwar konnte man sich an dem
Welbike-Roller (http://de.wikipedia.org/wiki/Welbike)
orientieren, den die alliierten Truppen im zweiten Weltkrieg verwendet hatten, jedoch
war dessen Ästhetik alles andere als überzeugend. Ein Ingenieur namens Carradino
D’Ascanio entwickelte dann 1945 unter dem amerikanophilen Decknamen „Paperino“
(= Donald Duck) das Ur-Model der Vespa, die Moto Piaggio MP6, die bis heute noch
formgebend nachwirkt. Den spotzelnd tönenden Motor hörend soll der Firmeneigner
Enrico Piaggio seinerzeit festgestellt haben: „Ecco, la vespa!“ - unter diesem
Namen sollte sie fortan fliegen (Kubisch 2004).
Entgegen der landläufigen
Annahme war der Scooter (Shattuck/Peterson 2005) keine organische
Weiterentwicklung eines schon bekannten Fahrzeugs, also eine Fahrzeugvariante
auf dem Weg vom Fahrrad (Dodge 2001) zum Motorrad (Alford/Ferriss 2008).
Vielmehr ging die Vespa einen eigenen neuen Weg: Der Roller war in der europäischen
Nachkriegszeit der Zwischenschritt zum Auto. Im zeitgenössischen Verständnis
steht die Vespa für die friedliche „Mobilmachung“: Wer sich seinerzeit kein
Auto leisten konnte, sattelte auf den Scooter um. Man war mobil, konnte in seiner
Stadtkleidung fahren (Frauen im Rock und Priester in Sutane) und musste sich
nicht in das „dicke Fell“ der Motorradfahrer hüllen. Und man war „modern“ und
modisch unterwegs: Von Anfang an begleitete der Hersteller Piaggio die
Produkteinführung und Markenpflege kontinuierlich mit erfolgreichen prototypisch
zu nennenden Werbekampagnen.
Mobilität – Marke – Mode
Die Vespa umgab von Start
weg ein gewisses „Vespa-Flair“ – mit an die jeweiligen Zielgruppenbedürfnisse
angepassten Akzenten: „Frau macht mobil“ war der Slogan für die weiblichen
Kunden, der auf die Brechung des bis dato männlichen Privilegs der Mobilität
anspielte. Werbebilder zeigten Frauen in selbstbewusster Fahrt in Freiheit und
Abenteuer, aber auch auf ihren vielen Wegen beim Bewältigen des Familienalltags
(Einkaufen). Eine zweite Werbebotschaft prägte eine eigene Vespa-Romantik im
Horizont von „vertrauter Zweisamkeit“ bis „erotischem Auftritt“. Kultstatus
erlangte 1960 der Film „La dolce vita“, in dem Marcello Mastroianni und Anouk
Aimée sich unsterblich auf und in eine(r) Vespa verliebten. Der Hersteller
Piaggio meisterte ganz offensichtlich perfekt den Spagat zwischen individueller
Freiheit und familiärer Zweckmäßigkeit. Seiner Zeit voraus war Piaggio
weiterhin auch darin, auf die Aktivitäten von Vespa-Clubs zu setzen. Man
unterstütze die „Vespisti“ großzügig in ihren mannigfaltigen Vereinsaktivitäten:
z.B. Geschicklichkeitsprüfungen (offroad), gemeinsame Sternfahrten, Fernreisen
(Zuverlässigkeitstests), Wettkämpfe und Rekorde. Geradezu genial war der
Schachzug, Stars wie bekannte Autorennfahrer (!) zu Ehrenvorsitzenden der Clubs
zu machen. Wenn man so will, griff diese damalige Kommunikationsstrategie bereits
den heute bekannten Marketinginstrumenten Communities und virales Marketing
vorweg. Und schließlich operierte die Vespa-Werbung mit dem Versprechen auf die
(ewig andauernde) Jugendlichkeit – unter Aufgriff des jeweiligen
Zeitgeistes (in den 1980er Jahren wird die Vespa zum „just do it“-Symbol in
Sachen (auch: sozialer!) Mobilität, Freizeit, Abenteuer; in Zeiten des Internets
wird sie „glokal“ gedacht: „Lokal
fahren – global denken“ lautet der Slogan und man sieht im Stil der
bekannten Benetton-Kampagnen ein junges internationales Paar neben einer roten
Vespa Händchen haltend stehen. Die Vespisti-Welt war somit vergleichsweise facettenreich
geordnet – aufgegriffen wurden die Themen:
-
Mobilität / für alle!
-
Paare / Liebespaare
-
Ferien / Freizeit / Clubs
-
Filmstars / Grand-Prix-Stars
-
Jugendlichkeit / Mode /
Lifestyle.
Konturen eines Lebenszyklus
Mit einem Blick zurück
ist dem Hersteller Einzigartiges gelungen. Er schuf das Image eines Rollers,
der mehr als alle anderen „kann“: Die Vespa als ein Ding, das jedem den Kopf
verdreht! Im Laufe der Firmengeschichte wurde der Name Vespa in Europa zum
Inbegriff des Rollers schlechthin. Piaggio ist damit der Sprung vom Marken- zum
Gattungsbegriff gelungen. Dieser Weg war lang: Der Roller erlebte im westlichen
Europa
-
eine Hausse in der Zeit von 1950
bis Mitte der 1960er Jahre,
-
eine Baisse ab ca. 1963
(zeitgleich Boom des Autoabsatzes),
-
ein vielfältiges Comeback ab den
1990er Jahren als Stadtflitzer, Cityroller, Fun- und Kult-Vehikel, worunter
auch die Retro-Variante zu zählen ist (Stichworte z. B. Veteranen-Kult, Sammel-Leidenschaft,
Rückbesinnung auf traditionelle Wertemuster der Technikgeschichte).
Für das Unternehmen
Piaggio bzw. Vespa stellt der Roller heute die „authentischste Form städtischen
Lebens“ dar. Die Firmenphilosophie besagt weiter: „Der Umstand, dass die Vespa
immer aktuell und nie nostalgisch ist, macht aus ihr einen „lebendigen“ Mythos
oder besser gesagt ein Kultobjekt. Sie bringt ihre eigene Persönlichkeit zum
Ausdruck und verkörpert einen „zeitlosen Stil“, der zwar stets sein „Gesicht“ ändert,
aber nie sein eigenes Wesen verrät.“ Kann man das Ziel besser umschreiben, den
Vespa-Scooter erfolgreich als eine zentrale Ideologiemaschine zu inszenieren?
Jugendsubkulturen gestern: Die Mods der 1960er und 1980er Jahre
Die moderne Gesellschaft
ist von einer hohen Beschleunigung geprägt, die im Zusammenhang mit der
fortschreitenden Mobilisierung zu sehen ist (Motto: „Weiter, schneller!“).
Diese Mobilisierung wiederum eröffnet den Menschen wichtige Chancen für ihre
Autonomisierung. Insbesondere in spezifisch autoritären Generationsverhältnissen
sind Momente der Rebellion notwendige Bedingung für das Finden des eigenen
Weges (Identität durch Differenz). Eigensinn und Widerstand der Heranwachsenden
zeigen sich in Gestalt des Snotty Kid aber auch im wilden Zorn.
Mods - aus dem Englischen
von Modernist abgeleitet – waren Anhänger einer Jugendsubkultur im England
der frühen und mittleren 1960er Jahre. Ihre Herkunft war die Arbeiterklasse.
Als Arbeiterjugendliche grenzten sie sich in synchroner Perspektive gegenüber
den Jugendsubkulturen der Rocker sowie in diachroner Sicht gegenüber den
Teddyboys (Machismo-Kult!) ab. Die Mod-Bewegung identifizierte sich über eine
coole, zurückhaltende und cleane Ästhetik: Der König-Edward-Anzug (Edwardian Suit)
stellte die modernistische Variante eines italienischen Kleidungsstils dar und
bevorzugte Marken waren Fred Perry oder Ben Sherman. Man mied die Rocker-Kluft,
um sich einer kleinkarierten Eleganz zu widmen. Der Leitspruch lautete: „Der
Schein bestimmt das Sein.“ Als Haupterkennungsmerkmal der Mods gilt heute der
Parka (Jenß 2007). Mindestens vier verschiedene subkulturelle Varianten ließen
sich unterscheiden:
-
die distinguierte Campvariante
der Kunststudenten;
-
der gewöhnliche Mod-Stil;
-
die Jungs mit den Motorrollern;
-
die hartgesottenen Mods (die späteren
Skinheads).
Die Jungs mit den
Motorrollern fuhren Vespas (keine englischen Roller!). Die Maschinen wurden
instandgehalten, um Teile erweitert oder zum Custom Roller umgebaut. An
Wochenenden erfolgten große Ausfahrten mit der ganzen Clique, die teilweise aus
50 bis zu 200 Mods bestand. Standardziel war das Seebad Brighton mit dem damaligen
zentralen Treffpunkt, dem Electric Ballroom. Dort kam es auch zu zahlreichen großen
handgreiflichen Auseinandersetzungen mit deren Hauptfeinden, den Rockern. Am
Montag wurde dann jedoch wieder gearbeitet und die „stilvollen Randalierer“ –
wie sie seinerzeit genannt wurden – ersehnten wieder das nächste
Wochenende im Electric Ballroom. Der Lebensstil der Mods wird mit dem Wort „Speed“
charakterisiert: Sie liebten die Geschwindigkeit wie auch die Droge
(insbesondere Amphetamine). Beides half den Jungs mit den Rollern, ihre
vergleichsweise schlechte berufliche Situation (schlechte Ausbildung und daher
niedriger Berufsstatus) für die Dauer des Wochenendes zu vergessen und
gleichsam kleine (Freizeit-)Fluchten in Ballroom und Kaufhaus zu leben. Die
Mods standen seinerzeit stellvertretend für Teenager mit starkem Konsumbedürfnis,
das sich stark mit dem Interesse des Marktes an einer umfassenden Vermarktung
des Stiles deckte. Deren Erscheinungsbild signalisierte deutlich, dass sich
Arbeiterkinder aus eigenen Mitteln gut und teuer in der neusten Mode einkleiden
konnten (Barns 1991; Cohen 2002; www.modculture.co.uk; www.thescene.de).
Mobilität, Beschleunigung
und Geschwindigkeit gaben den Jungs mit den Rollern die Möglichkeit, ihrem
Familien- und Berufsalltag, also ihren Eltern und Vorgesetzten, davonzufahren,
um in ihrer Freizeitwelt von Sex, Drugs, R&B und Schlägereien anzukommen –
eine frühe Form einer rebellischen Politik des Vergnügens.
Ende der 1970er Jahre gab
es bis Mitte der 1980er Jahre ein Revival: 1979 erschien der Film „Quadrophonia“
der Pop-Gruppe The Who, eine Retro-Medieninszenierung der Mod-Subkultur im
British Hollywood-Style. Schaut man sich dieses 1980er Mod-Revival im Spiegel
der Scooter-Ästhetik an, überwiegt der Eindruck (fast) einer Parodie auf das
Alte: An den Vespas wird wie eh und je ein übertriebenes Tuning wie an einer
Harley vorgenommen – dabei allerdings doch noch im Charme und Style der „good
old“ Vespa, mit der in die Jahre gekommene Alt-Mods im sog. Rudel ihre Ausfahrten
unternehmen. Die Rebellion entlässt ihre Teens und Twens, die
kulturindustrielle Vermarktung des Mod-Stils gewinnt die Oberhand, aus
Mitgliedern einer Subkultur werden Fans von Modestilen in einer
Erlebnisgesellschaft (Schulze 2005).
Jugendkultur heute: Die Retro-Schrauber
Der Begriff Retro(-welle,
-Stil, -Look, -Design) kennzeichnet eine Modewelle, deren Inhalt eine rückwärts-orientierte
Mode ist (Guffey 2006). Im Amerikanischen findet der Begriff Vintage
Verwendung. Das Motto lautet, ästhetisch ein Leben zu führen als Zitat /
mit/aus Zitaten. Die Wiederentdeckung des Phänomens Retro/Vintage konterkariert
die Wegwerfgesellschaft: In den USA wird in TV-Serien wie z.B. „Mad Men“ ein
stilvoller ästhetischer Anblick vorgelebt. Es dominieren klassische Linien, die
in würdiger Art und Weise getragen und präsentiert werden. Dank Medienzirkus
und Startum erfährt die Vintage-Mode seit den 2000er Jahren wieder einen Popularitätsschub.
So schnell wie das Internet Bilder neuer Kollektionen verbreitet, kann kein
Konsument reagieren. Und wenn heutzutage die Designer ohnehin nur an der Mode
vergangener Stilepochen anknüpfen, kann auf diese Neuauflagen gut und gerne
verzichtet und gleich auf die Originale von gestern zurückgegriffen werden,
garantieren diese immerhin Qualität und Exklusivität.
Die modern Vespa: Über „Junk Rats” and „White
People”
Mit ganz anderer
Gesinnung sind die Schrauber der Rat Bikes resp. Rat Scooters (im deutschen
Sprachgebrauch schlicht „Ratte“ genannt) unterwegs. Ratbikes nennt man Motorräder
bzw. auch Scooters, die auf skurrile Art und Weise umgebaut werden und/oder einfach
nur gefahren werden ohne weitere aufwändige Putzaktivitäten. Unterscheiden
lassen sich:
-
Decorated Bikes (mit allem Möglichen
versehene Fahrzeuge);
-
Survival Bikes (Umbau der
Fahrzeuge in Richtung Militär und Survival, Orientierungsrahmen ist der Film „Mad
Max“);
-
Bikes in Use (BIU) (pragmatische
Halter fahren ihre Fahrzeuge unter Verzicht von jeglichen Putzattacken;
Leitspruch: „Ein Bike ist ein Fahrzeug und kein Putzzeug.“).
Besonders interessant wirken
die Decorated und Survival Bikes resp. Scooters. Sie sind durchweg individuell
gestaltet: Mattschwarz angemalte Maschinen sind in mitunter skurriler Weise mit
nützlichem aber auch unsinnigem Zubehör ausgestattet. Einen Einblick in die Ästhetik
dieser Ratten geben die Sites www.ratbike.org sowie www.modernvespa.com/forum/topic20886.html.
Das Kreieren solcher Phantasievehikel bewegt sich im Horizont eines fundamentalistisch,
manches Mal eigenbrötlerisch gestimmten Pragmatismus (z.B. elektrische
Griffheizung sowie Schlauch zum Wärmetauscher am Auspuff (Ummantelung) zur
Warmluft-Beheizung der Kleidung) im Einklang mit einer anarchistisch geprägten
Underground-Attitüde. „Rat bikes are no-nonsense but fun!“ heißt es in den
Foren. Ohne die Rahmung einer Klassenlage (klassische Jugendsubkulturen der 2.
Hälfte des 20. Jahrhunderts) und auch ohne die Orientierung an dem Wert der
Traditionspflege (Old- und Youngtimer-Kult) handeln die sozial gesehen
individualisierten Rat-Schrauber entlang ihrer persönlichen Interessen
gleichsam auf eigene Karte. Sozialen Halt gewinnen sie über Netz und
Communities (Peer Review) sowie über die Welt der Unterhaltungsmedien, in denen
Filme wie bspw. „Mad Max“ zu sehen sind. Wer letztlich ein Rat Bike oder einen
Rat Scooter sein Eigen nennt und belebt und liebt, hängt in der Regel von
eigenen Vorlieben und den Kontingenzen des Lebens ab: Der eine ist von dem
fetten Sound einer dicken Maschine (Bike) fasziniert, der andere vom freien Gefühl,
ohne viel hin und her mit seinen Alltagsklamotten auf einem fahrenden Sessel
davon zu flitzen (Scooter).
Das Freiheitsgefühl des
Scooter-Fahrens teilen auch die normalen Mittelschichtler, die sich bspw. im
Forum www.stuffwhitepeoplelike.com treffen, das sich als „a guide to the unique taste of millions“ versteht. Unter
der Position 126 werden in erwartbarer politisch korrekter Weise die Vorteile
des Vespa-Fahrens (praktisch, beliebt, umweltfreundlich) thematisiert. Die
zugehörigen Kommentare sprechen eine deutliche Sprache: Anzeigen von
Vespa-Fahrzeughändlern sind zu sehen und die „millions of white people“
diskutieren, ob nicht doch ein schnittiges Elektroauto attraktiver als ein Scooter
ist. Die Nase vorn hat allein der Young Urban, der im Großstadtstau an allen
diesen vierrädrigen Flitzern vorbei als L.E.Ad.E.R. seinen eigenen Weg fahren
kann. Goodbye Underground, hello Konkurrenzkultur (Neckel 2008), in der ein
Scooter einen im Business Look Erster sein lässt: Flucht nach vorn in die
Erfolgsgesellschaft!
Literatur
Steven
E. Alford and Suzanne Ferriss. Motorcycle. London: Reaktion, 2008.
Richard
Barns. Mods! London: Plexus, 1991.
Stanley
Cohen. Folk Devils and Moral Panic: The Creation of the Mods and Rockers. London: Routledge, 2002.
Pryor Dodge. Faszination Fahrrad – Geschichte,
Technik, Entwicklung. Bielefeld: Delius Klasing, 2/2001.
Elizabeth
E. Guffey. Retro: The Culture of Revival. London:
Reaktion, 2006.
Heike Jenß. Sixties
Dress Only: Mode und Konsum in der Retro-Szene der Mods. Frankfurt/M:
Campus, 2007.
Lutz-Ulrich Kubisch. Vespa
mi’ amore. Alle Motorroller seit 1946. Geschichte – Technik –
Nostalgie. Stuttgart: Motorbuch, 2/2004.
Sighard Neckel. Flucht
nach vorn. Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft. Frankfurt/M: Campus,
2008.
Gerhard Schulze. Die
Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Frankfurt/M: Campus,
2005.
Colin
Shattuck and Eric Peterson. Scooters: Red Eyes, Whitewalls, and Blue Smoke. Denver, Speck Pr., 2005.
Web Links
www.modernvespa.com/forum/topic20886.html
www.wikipedia.org/wiki/Mad_Max
www.wikipedia.org/wiki/Welbike
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